oh johnny

johnny war ein seemann, war meistens unterwegs,
ich allein zuhause, las, strickte, backte keks.
war ich einmal einsam, dann tröstete mich paul,
oder jakob oder johannes oder raul.
jetzt hat er sein schiff verkauft, sitzt nur noch zuhaus,
meditiert, malt mandalas, tagein, tagaus:

oh johnny, so kann es doch nicht weitergehn,
oh johnny, du musst doch endlich mal verstehn,
ich schaue dir nicht länger zu,
ich oder du, einer von uns zwei muss gehn.

als er noch zur see fuhr, da trank johnny nur rum,
diese goldnen zeiten, die sind jetzt leider um,
jetzt gibts nur noch tofu und dazu yogitee,
höchstens mal am sonntag ein blumenkohlpüree.
täglich übt er stundenlang auf dem cembalo,
meistens auch noch mit gesang, und das nervt so:

oh johnny, so kann es doch nicht weitergehn,
oh johnny, du musst doch endlich mal verstehn,
ich will jetzt endlich meine ruh,
ich oder du, einer von uns zwei muss gehn.

als gestern abend der wind ums häuschen pfiff,
ging ich zum hafen und kaufte mir ein schiff,
das segeln hab ich ja von dir gelernt,
nun fahre ich hinaus aufs meer,
goodbye johnny, goodbye johnny,
nimm es nicht so schwer!

oh johnny, ...

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