IMMERNO DA

am mäntig ufem heiwäg
bini schnäll isäb lokal,
ha tänkt, vilicht triffsch en kolleg,
und susch ischau egal.
numenes glas wi
und grad wider ga,
hascho welle zale,
da quatschtmi einena.
ha gmeint, ich heg de tüp
scho irgendnöime xe,
weiss nöd, ischs im terrass xi
oder irgendwo am see,
mit sim haifischza im or
unte lange blonde har,
undscho seiter: „chummer nämed
noen drink ade bar.“

ha scholang welle ga
und bi immerno da,
und dusse gönd
dstrasselaternena,
hanen boschole pschtellt
und er hätt verzellt,
pfrau hegen vorgeschter verla.
en verlassene ma
muesi jetz aber grad garnöd ha,
ha scholang welle ga
und bi immerno da.

er verzelltmer sini gschicht,
die isch eigentli banal,
hett dihei no sovil wösch,
das ischmer jetz egal.
er seg us schwamedinge,
schaff zur zit im warehus,
vo pruef seger gitarischt
und spil am liebschte blues.
ha scholang welle ga
und bi immerno da,
und dusse gönd
dstrasselaternenus,
si händ dstüel ufegschtellt,
und de chällner hät xeit:
“mached sie dänn eifach sliecht no us.“
en gitarrischt usde epa
muesi jetz aber grad garnöd ha,
ha scholang welle ga
und bi immerno da.

er fangta filosofiere,
eifach genial,
hett dihei no sovil ztue,
das ischmer jetz egal.
„em glück hineherseckle,“
seit er, „das bringt doch nüt!
schunt nu, wämmers nöd erwartet,
das vergässed dlüt.“
ha scholang welle ga
und bi immerno da,
und dusse gat
langsam dsunne uf.
dmüllabfuer isch scho da
und de zitigsma,
nu mir stönd immernoni uf,
ha scholang welle ga
und bi immerno da.

 

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